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Die Zirkuspädagogik Das Thema Zirkus geht über den alltäglichen Erfahrungshorizont hinaus und bietet somit viel Freiraum für Phantasie und Kreativität der Kinder und Jugendlichen. Sie werden animiert in andere Rollen zu schlüpfen.
In der Projektzeit werden wir den Teilnehmern zeigen wie sie sich die verschiedenen Medien wie Schwarzlicht, Clownerie, Jonglage, Einrad usw. zunutze machen können. Sie machen somit die Erfahrung diese nicht passiv zu konsumieren, sondern selbst damit aktiv zu werden, damit zu experimentieren. So bietet Zirkus als Medium einem breit angelegten Zielgruppenspektrum (verschiedene Alters- und Interessengruppen sowie eine Gruppe verhaltensorigineller Kinder und Jugendlicher) vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.
Mitmachen – Mitgestalten - Mitlernen Durch das Angebot an verschiedenen Workshops teil
zu nehmen, wollen wir der Individualität der Teilnehmer nachkommen. Zudem kann
durch den Einsatz verschiedener Workshopangebote das Konkurrenzdenken (in Bezug
auf Menge und Qualität der Ergebnisse) der Kinder und Jugendlichen
untereinander reduziert werden.
Dadurch werden ihr Selbstbewusstsein und ihre
Persönlichkeit gestärkt. Die kreative Beschäftigung mit Medien und das
hineinschlüpfen in andere Rollen vergrößert das Verhaltensrepertoire der
Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie lernen mögliche Handlungsalternativen für die
Bewältigung von Enttäuschungen und Konflikten kennen. Darüber hinaus wird durch die Notwendigkeit zur
Kooperation in der Gruppe und durch das gemeinsame Erfolgserlebnis der soziale
Lernprozess gefördert. Neben der gemeinsamen Arbeit steht das gemeinsame
Freizeiterlebnis
Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit Ein Ziel der Zirkusarbeit ist es, junge Mensche zur Selbstkontrolle und Selbstständigkeit zu befähigen und durch die Entwicklung einer Ich-Stärkung ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen. Zur Beherrschung der unterschiedlichen Disziplinen ist es nötig ein inneres Gleichgewicht herzustellen. Ängste, Verkrampfungen oder Überheblichkeiten müssen überwunden werden. Nur dann ist der einzelne in der Lage, bewusst und aus eigenem Antrieb Entscheidungen zutreffen. Die Persönlichkeit kann sich weiterentwickeln. Auch das Ziel der Selbstsicherheit und des Selbstbewusstseins gehört zu wichtigen Inhalten der Zirkusarbeit. Im Sinne der Verknüpfung von Methode und Ziel ist ein gestärktes Selbstvertrauen oftmals die Folge eines regelmäßigen Trainingsprogramms. Das Projekt ist in diesem Sinne als präventive Intervention für junge Menschen gedacht, insbesondere gilt dies für Gewalt- und Drogenprävention. Gezeigt wird ein gewaltfreier kollektiver Weg der Freizeitgestaltung.
Ausbildung sozialer Kompetenz und Solidarität Solidarität ist gekennzeichnet durch "Gemeinschaftssinn, Kooperation, Teamgeist, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Rücksichtsnahme, sowie Fairness und Vertrauen." Im Zirkus ist dies gleichermaßen Ziel wie Notwendigkeit. Sowohl Training als auch Aufführung sind eine Gemeinschaftsarbeit. Jeder Teilnehmende ist auf die anderen auf irgendeine Art und Weise angewiesen, sei es durch Hilfestellung während des Kunststückes, Partnerarbeit oder vieles andere mehr. Jeder muss sich auf den anderen verlassen können und selbst verlässlich sein. Dieses Verständnis aufzubauen, ist folglich eines der obersten Ziele im Zirkus.
Motorische Lernziele Die motorischen Förderungsziele in der zirkuspädagogischen Arbeit sind unter anderem folgende: Zirkus als Lebensschule Aufgrund seiner vielfältigen Möglichkeiten sehen wir die Zirkuswerkstatt als wichtigen Teil der "Lebensschule" für Kinder und Jugendliche an. Die gemachten Erfahrungen lassen sich auf andere Lebenssituationen übertragen. |